Digital Leadership schafft Akzeptanz für Digitalisierung

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Der Erfolg von Unternehmen in einer digitalen Welt ist abhängig von Menschen, die digital denken und handeln. Management und Führungskräfte müssen den Anspruch verfolgen, durch Digital Leadership die Transformation eines agilen Unternehmens zu lenken und umzusetzen. Erfahren Sie mehr über Digital Leader und ihre Kompetenzen in der Führung von Unternehmen und Organisationen.

Was ist Digital Leadership?

Digital Leadership bezeichnet einen Führungsstil, der in einem Unternehmen die Digitalisierung erfolgreich vorantreibt. Damit ist gemeint, dass Führungskräfte sowohl Prozesse als auch Teams und einzelne Mitarbeiter digital und agil führen. Mit diesen neuen Ansätzen von moderner Führung vollzieht sich die digitale Transformation im gesamten Unternehmen. Führungskräfte im Management übernehmen dabei die Aufgabe, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und auch Technologien einzuführen. Der Leadership-Ansatz setzt Kompetenzen in der Führung von agilen Teams und digitales Wissen voraus. Hinzu kommt das Change-Management, um Business neu zu denken und zu gestalten.


Digital Leader in der modernen Arbeitswelt

Das digitale Zeitalter hat einige Digital Leader hervorgebracht, die durch agiles Leadership und neue Geschäftsmodelle die Themen Digitalisierung und Innovation in den Mittelpunkt rückten. Dazu zählen etwa Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Tesla-Chef Elon Musk oder Frank Thelen von Freigeist Capital. Diese Personen besitzen gemeinsame Merkmale. Sie sind aufgeschlossen gegenüber digitaler Technologie, arbeiten mit Weitblick und setzen visionäre Ideen um.

Zu den weiteren typischen Fähigkeiten eines Digital Leaders zählen Neugierde, offenes Denken und flexibles Handeln. Dazu kommen Spaß an der Arbeit mit digitalen Tools und neuen Technologien. Das Know-how geben sie an Mitarbeiter weiter und begeistern sie damit. Digital Leadership hilft dabei, Probleme zu identifizieren und keine Herausforderung zu scheuen, um sie zu lösen. Manager, die auf Design Thinking und agile Führung setzen, lernen schnell dazu und priorisieren Themen auf der Basis von Trends. Im Unternehmen minimieren sie Altlasten und ineffiziente Prozesse, ersetzen sie durch agile Organisation und smarte Technologien.

Auf diese Weise etablieren Digital Leader eine digitale Kultur im Unternehmen und fördern Digitalisierung und Transformation. Digital Leadership gilt zwar für sich allein gesehen nicht als eigene Position, wie es Chief Digital Officer oder Chief Marketing Officer sind, doch in der Hierarchie von Unternehmen passen sie an verschiedenen Stellen ins Gefüge. In der folgenden Liste sind typische Positionen für Digital Leader zu finden:

  • Projektmanager
  • IT-Manager
  • Scrum Master
  • Development Manager
  • Digital Transformation Manager
  • Chief Technology Officer
  • Chief Digital Officer
  • Chief Marketing Officer
  • Geschäftsführer

Selbstverständlich ist das Prinzip des Digital Leaderships auch für weibliche Führungskräfte geeignet, um digitale Reife im Unternehmen zu stärken und Innovationen zu implementieren.


Bedeutung von digitalen Führungskräften

Das Zeitalter der Digitalisierung bringt einen hohen Wettbewerbsdruck mit sich. In enormer Geschwindigkeit sind Wirtschaft und Gesellschaft dem digitalen Wandel ausgesetzt. Digital Leader begleiten die damit verbundene Transformation in einem Unternehmen. Sie gestalten Strukturen und Prozesse agiler, damit Unternehmen weiterhin im Wettbewerb mithalten. Gerade Themen wie Big Data, ERP, Customer-Relationship-Management (CRM) oder Social Media erzwingen schnelles Lernen und Reagieren auf Veränderungen. Mit einer digital-affinen Führung verhindern Unternehmen den digitalen Darwinismus.

Außerdem treibt Digital Leadership die Entwicklung innovativer Produkte und Services voran. Dadurch erhöht sich der Umsatz. Zu digitalen Führung gehört allerdings auch, als gutes Beispiel voranzugehen, um Mitarbeiter zu motivieren, neue Dinge im Betrieb auszuprobieren. Denn diese müssen moderne Software nutzen und bereit sein, gewohnte Arbeitsweisen zu ändern.

Mit einer modernen Führung wächst auch das Employer Branding (Mitarbeiterbindung) bei jungen Fachkräften. Sie nutzen oft schon Apps oder Tools, bringen demzufolge das nötige Know-how mit, digital zu denken und zu arbeiten. Dies gilt besonders für die Generationen Y und Z, die in naher Zukunft den Arbeitsmarkt betreten. Sie legen viel Wert auf eine mobile, flexible und selbst bestimmte Arbeitswelt. Hier setzt das Konzept von New Work an, welches eng mit New Leadership verknüpft ist. Innovative und moderne Leader steigern produktive Arbeit durch kreative Einheiten, indem sie Freiraum bieten und Stärken fördern.


Digital Leader: Ausbildung und Kompetenzen

Für Digital Leader werden keine Stellen ausgeschrieben. Es handelt sich nicht um einen Beruf, sondern um eine Mentalität. Deshalb existieren weder Studiengänge noch Ausbildungswege, um Digital Leadership zu lernen. Wer digitale Kompetenz aufbauen möchte, kann sich in Seminaren weiterbilden.

Digital Leader entstehen abseits von klassischen Bildungswegen. Ihre Fähigkeiten gestalten sich bereichsübergreifend. Die folgende Liste zeigt, welche Kompetenzen sie mitbringen:

  • digitales Denken mit Weitsicht
  • besitzen digitale Skills
  • mutiges und risikobereites Handeln
  • bereit sein zum Lernen
  • transparent kommunizieren
  • flexibles und innovatives Arbeiten
  • Kollegen fördern und weiterhelfen
  • Gefühl für Team-Building

Im Moment befinden sich Unternehmen mitten im Wandel. Eine Kultur des Vertrauens löst hierarchische und strenge Führungsstile ab. Mitarbeiter übernehmen noch mehr Verantwortung für sich selbst und die Firma. Experten, die New Work verstehen und verkörpern, sind auf dem besten Weg zur digitalen Führungskraft. Sie erhalten Positionen, um digitale Transformation von oben vorzuleben und Mitarbeiter auf dieser Reise mitzunehmen.


Herausforderungen für das Digital Leadership

Digital Leadership bedeutet, Fehler zu machen. Das Tempo der digitalen Transformation erfordert von Führungskräften, schnell zu entscheiden. Dabei passieren Patzer. Eine moderne Führungskraft revidiert Irrtümer sofort und geht damit gegenüber dem Team offen um. Dazu gehören Mut und ein ehrlicher Charakter. Es geht schließlich darum, die Balance zu finden, schnell und vernünftig zu agieren.

Als Hürde gilt häufig das Organisieren und Führen von dezentralen Teams. Viele Angestellte arbeiten remote im Home Office oder global verteilt auf allen Kontinenten. Über Video-Konferenzen ist trotzdem ein Austausch möglich und eine E-Mail erreicht den Empfänger in nur wenigen Sekunden. Das reicht jedoch nicht aus für den Zusammenhalt im Team. Es ist die Aufgabe von Führungskräften, sowohl den Dialog als auch die produktive Zusammenarbeit im Team zu stärken und sicherzustellen. Tools für kollaboratives Arbeiten fördern die Teamarbeit.

Digitalisierung bedeutet, die Arbeit messbar zu gestalten. Mit dem digitalen Reifegrad lässt sich der Status der digitalen Transformation im Unternehmen oder einzelnen Bereichen überprüfen und abbilden. Ein Report nach dem Digital Maturity Model offenbart den Erfolg eines digitalen Managers. Bleiben Effizienz und Vorteile einer neuen Software nämlich aus, stellt das den Sinn eines digitalen Leaders in Frage.

Andererseits überzeugen Erfolge. Sie sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter und das Management dem digitalen Wandel und digitaler Technologie positiv gegenüberstehen. Dann ist die Basis für die nutzbringende Digitalisierung im Unternehmen geschaffen.