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Digitalisierung im Gesundheitswesen

BIOTRONIK: Wie Medizintechnik mit IoT Patienten das Leben rettet

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IoT im Gesundheitswesen? Ja: Das Home-Monitoring-System von BIOTRONIK überwacht regelmäßig die digitalisierten Messdaten der Implantate von Herz-Kreislauf-Patienten. Die Entwicklung des Berliner Herstellers von Medizintechnik ist weltweit aktiv – über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom.

Einmal die Freiheitsstatue sehen – für Susanne König bisher mehr Traum als Realität. Eine Reise in die USA war für sie mit zu großen Unsicherheiten verbunden, da sie an Herzrhythmusstörungen leidet. Bei Komplikationen wäre ihr Arzt weit weg.

Heute kann sie beruhigt verreisen: Ihr neuer Defibrillator ist ihre Lebensrettung. Denn er ist kein normales Implantat, sondern an ein IoT-Gerät von BIOTRONIK gekoppelt. Es sendet eine Auffälligkeit automatisch an ein Behandlungsteam, das ihren Gesundheitszustand kontrolliert. Ärztliches Fachpersonal erhält die Warnung in kürzester Zeit und kann sie entsprechend beraten. Studien zeigen, dass Monitoring-Lösungen wie das Home-Monitoring-System des führenden Medizintechnik-Herstellers BIOTRONIK das Sterberisiko um 60 Prozent senken.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen den Kampf ansagen

Im Jahr 2020 waren wie bereits in den Jahren zuvor Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland, meldete das Statistische Bundesamt. Die Zahl stieg sogar leicht an, auf rund 338.000. Das entspricht gut einem Drittel aller Todesfälle.

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Die bisherige Standardbehandlung: Der Patient sucht den Arzt nur nach regelmäßigen Abständen an einem im Vorfeld vereinbarten Termin auf. In der Zwischenzeit weiß das medizinische Personal nicht, wie es dem Patienten ergeht. Die Fernüberwachung ändert dieses Problem: Indem sie dem Arzt einen kontinuierlichen Datenfluss liefert und Alarm schlägt, wenn Maßnahmen ergriffen werden müssen (Zukunft des Remote Monitoring). Die Fernüberwachung verschafft sowohl dem Patienten als auch den Medizinern mehr Effizienz und Zeitersparnis.

In vielen Krankenhäusern erreichten die Messdaten von Herz-Kreislauf-Patienten mit Implantaten das ärztliche Fachpersonal lange Zeit per Fax, später per Mail. Um eine Auffälligkeit zu bemerken, mussten sie die Informationen manuell auswerten. Ein mühseliger Prozess, der viel Zeit kostete. Nicht ohne Konsequenz: Im Extremfall kann die Geschwindigkeit einer Datenauswertung über das Leben der Patienten entscheiden. Wie kann die Digitalisierung hier einen entscheidenden Beitrag im Gesundheitswesen leisten und Leben retten? Das fragte sich die Berliner Firma BIOTRONIK.

Medizintechnik mit IoT als Lebensretter

Seit 2003 bietet der Hersteller für innovative kardiologische Medizintechnik-Lösungen ein Home-Monitoring-System mit vernetzen Implantaten für Herz-Kreislauf-Erkrankte an. Die IoT-Technik übermittelt eine gesundheitliche Auffälligkeit und Gerätestatus in kürzester Zeit an das ärztliche Fachpersonal: Jedes Implantat ist an einen mobilen sogenannten CardioMessenger gekoppelt. Eine M2M-SIM-Karte im Gerät sendet die Daten per Telekom-Mobilfunk an die Home-Monitoring-Plattform von BIOTRONIK. Aktuell nutzt BIOTRONIK hierfür den neuen IoT-Mobilfunk LTE-M, der auf dem 4G-Standard basiert. Informations- und Datenschutz sind so stets gesichert.

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Eine Auffälligkeit im Datensatz bekommen die Medizinfachkräfte direkt per App-Information auf dem Smartphone mitgeteilt. In die Home-Monitoring-Plattform, eine private Cloud von BIOTRONIK, kann sich das Fachpersonal jederzeit auch am Computer einwählen, um den Gesundheitszustand des Patienten zu kontrollieren. Auch die Funktionsfähigkeit des Implantats lässt sich überwachen.

Ob New York oder Berlin: Das Behandlungsteam ist immer nah

Die IoT-Entwicklung ist global funktionsfähig, denn das Home-Monitoring-System nutzen weltweit bereits rund 5.000 Kliniken. Und weil BIOTRONIK in mehr als 100 Ländern mit dem Mobilfunknetz der Telekom und deren mehr als 600 Roaming-Partnern zusammenarbeitet, übermittelt der CardioMessenger seine Daten auch zuverlässig im Ausland. In den USA stellt eine neue Kooperation mit der Telekom-Tochter T-Mobile US die flächendeckende Netzversorgung sicher. Trotz unterschiedlicher Einsatzländer und Regularien schaffen es Kooperation wie diese, IoT-Konnektivität aus einer Hand bereitzustellen. 

KUNDENSTECKBRIEF BIOTRONIK

Name: BIOTRONIK SE & Co. KG

Gründung: 1963

Hauptsitz: Berlin

Mitarbeiter: 6.000 weltweit

DEUTSCHE TELEKOM UND BIOTRONIK

Die Aufgabe: Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren auch 2020 die häufigste Todesursache in Deutschland – wie das Statistische Bundesamt bereits in den Jahren zuvor meldete. Die Zahl stieg sogar leicht auf etwa 338.000. Das macht gut ein Drittel aller Todesfälle aus. Wie kann die Digitalisierung diese Herausforderung im Gesundheitswesen angehen? Das fragte sich die Berliner Firma BIOTRONIK und ging das Problem an.

Die Lösung: Der weltweit führende Hersteller von Medizintechnik BIOTRONIK bietet ein Home-Monitoring-System mit vernetzen Implantaten für Herz-Kreislauf-Patienten an. Die intelligente IoT-Entwicklung ermöglicht, eine gesundheitliche Störung in kurzer Zeit vom Implantat an das ärztliche Fachpersonal zu übermitteln. Wichtige Schnittstelle ist eine M2M-SIM-Karte im sogenannten CardioMessenger, die die Messdaten des Implantats per IoT-Mobilfunk LTE-M der Telekom an die Home-Monitoring-Plattform von BIOTRONIK sendet.

Die Vorteile: Durch die regelmäßige, sichere Datenübermittlung an das Krankenhaus können medizinische Fachkräfte den Gesundheitszustand der Patienten aus der Ferne überwachen. Zudem können sie kontrollieren, ob das Implantat einwandfrei funktioniert. Seit 2003 hat BIOTRONIK in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom insgesamt 1,4 Millionen SIM-Karten verbaut. Studien zeigen, dass Monitoring-Lösungen wie das Home-Monitoring-System von BIOTRONIK das Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Patienten um 60 Prozent verringert. Die Lösung funktioniert global. Mehr als 5.000 Kliniken sind an das 4G-Mobilfunknetz der Telekom und T-Mobile US angeschlossen.

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