Gastronomie kommt auf den Geschmack der Digitalisierung

Kulturgarten Bonn: Smartes Erfolgsrezept beendet kulturelle Durststrecke

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Die Veranstaltungsbranche gehörte bis 2020 zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Deutschlands. Doch die Coronapandemie brachte den Eventsektor fast vollständig zum Erliegen. Für den Neustart brauchen Unternehmen nun coronakonforme Event- und Gastronomiekonzepte. Die Digitalisierung hilft dabei.

243.000 Unternehmen, 1,13 Millionen Erwerbstätige, 81 Milliarden Umsatz – so präsentierte sich der Veranstaltungssektor 2019. Zwei Jahre später hat sich die Situation komplett geändert: Laut einer Studie der Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW) lag die durchschnittliche Umsatzeinbuße im Pandemiejahr 2020 in der Branche bei knapp 80 Prozent.

Um wieder auf die Beine zu kommen, brauchen Gastonomen und Eventagenturen kreative Ideen und neue Ansätze, die sich auch mit umfangreichem Hygienekonzept umsetzen lassen. Wie sich das auch bei Großveranstaltungen durchführen lässt, hat die BonnLive GmbH mit der Open-Air-Veranstaltungsreihe „Kulturgarten Bonn“ und der dabei neu eingesetzten Service-Lösung MagentaBusiness POS gezeigt. Das bunte Programm mit mehr als 70 Konzerten, Theateraufführungen und Comedy-Shows lockte über 75.000 Fans in den Kulturgarten. Sie feierten im Sommer 2021 ausgelassen im Bonner Zentrum. Und hielten dank des smarten Cateringkonzept mit Self-Ordering-Option trotzdem die strengen Abstands- und Hygieneregeln ein.

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Kundennähe mit Abstandsregeln

„Wir hatten das gesamte Veranstaltungsgelände in Parzellen für bis zu zehn Personen unterteilt“, verrät BonnLive-Geschäftsführer Julian Reininger. Der Vorteil: Die Besucher konnten sich in ihrer Parzelle frei bewegen und sogar tanzen, ohne den anderen zu nah zu kommen. Beim Catering wurden ebenfalls sämtliche Hygienevorgaben eingehalten: Die Gäste bestellten Essen und Trinken direkt am Tisch – entweder bei einem Kellner oder selbst über ihr Smartphone. „Das war eine pandemiekonforme, allerdings auch enorm personalintensive Lösung“, erklärt Julian Reininger. Schließlich galt es, an manchen Abenden innerhalb kurzer Zeit die Wünsche von rund 2.000 durstigen und hungrigen Besuchern zu erfüllen. „Wir hatten daher ein schlagkräftiges Gastroteam am Start, das regelmäßig aus über 100 Mitarbeitern bestand“, erzählt Julian Reininger. Doch ohne passende technische Unterstützung sei eine schnelle Versorgung der Gäste nicht möglich gewesen.

Deshalb suchte das BonnLive-Team nach einem System, das von der Bestellung über den Kassiervorgang bis zur Lieferung an den Tisch sämtliche Anforderungen abdeckt. „Vor allem auch, weil beim Vorgängerevent 2020 heterogene Teillösungen unsere Prozesse im Gastrobereich erheblich ausgebremst hatten“, verweist Reininger. Fündig wurden die Eventprofis bei der Telekom: MagentaBusiness POS sorgte im Kulturgarten Bonn für eine reibungslose und unkomplizierte Kommunikation zwischen Gästen, Kellnern sowie Theken- und Küchenmitarbeitern.

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Smartes Kassensystem lässt nichts anbrennen

Kellner nahmen mithilfe des intuitiv zu bedienenden mobilen Kassenterminals Donner die Bestellungen an den Tischen zügig auf, die Gäste zahlten direkt wahlweise bar, per Karte oder kontaktlos. Mit einem Fingerstreich schickten die Kellner die Bestellungen dann an die korrekte Fertigungsstation: Pizzabestellungen landeten dank MagentaBusiness POS automatisch am Pizzastand, Bierbestellungen dagegen an der Theke. Über einen Bondrucker erhielten die zuständigen Küchen- und Thekenmitarbeiter notwendige Informationen und konnten direkt mit der Zubereitung loslegen. Sobald alles fertig war, kamen die Runner ins Spiel. Sie servierten Getränke und Speisen – und zwar mühelos beim richtigen Gast. Denn auf den Bons standen nicht nur Details der Bestellung, sondern auch der dazugehörige Tisch.

„Für große Entlastung sorgte zudem die Self-Ordering-Option“, verweist der BonnLive-Geschäftsführer. Dazu befand sich auf jedem Tisch ein QR-Code, über den die Gäste die Speisekarte per Smartphone einsehen konnten. Ohne weitere Informationen wie Tisch- oder Platznummer eingeben zu müssen, konnten die Gäste darüber ihre Wunschprodukte ganz einfach auswählen und bezahlen – und kurze Zeit später genießen: Denn es dauerte lediglich wenige Minuten, bis alles an den Tisch geliefert wurde. 44 Prozent aller Besucher nutzten das Angebot. „Das hatten wir vorher nicht erwartet“, so Reininger. Umso mehr freut es ihn, dass das Konzept aufgegangen ist.

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KUNDENSTECKBRIEF KULTURGARTEN BONN

Name: BonnLive GmbH

Gründung: 2020

Hauptsitz: Bonn

DEUTSCHE TELEKOM UND KULTURGARTEN BONN

Die Aufgabe: Im Kulturgarten Bonn sollten 2021 Events mit mehreren Tausend Besuchern stattfinden. Um einerseits die vielen Essens- und Getränkebestellungen händeln und andererseits Gedränge vor Theken oder Foodständen vermeiden zu können, suchte der Veranstalter nach einem smarten Kassensystem. So sollten Gäste etwa Speisen und Getränke direkt am Tisch bestellen können.

Die Lösung: Die Veranstalter nutzten für ihre Gastro-Services MagentaBusiness POS der Telekom. Kellner kamen an die Tische und nahmen Bestellungen mit dem mobilen Kassenterminal Donner auf. Alternativ konnten die Gäste ihre Wünsche auch selbst übermitteln: Über einen QR-Code gelangten sie zur Online-Speisekarte – und konnten hier ihre Bestellungen per Self-Ordering abschicken.

Die Vorteile: Die Bestellungen wurden direkt weitergeleitet, zubereitet und zum Kunden gebracht – ohne lange Wartezeiten. Zudem hatten die Gäste unterschiedliche Zahlungsoptionen.

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