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Digitales Flottenmanagement für den Traditionstextilservice

Bardusch: Mit IoT sauber vernetzt

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Täglich holt Bardusch die Textilien der über ganz Deutschland verteilten Kunden ab, reinigt sie und bringt sie zurück. Um die Fahrteneffizienz der 380 Fahrzeuge zu steigern, setzte der Textilservice gemeinsam mit der Telekom und dem Partner DeDeNet eine Lösung für digitales Flottenmanagement um.

Mit dem Einspänner sammelte Caroline Bardusch im Jahr 1871 die Wäsche der Ettlinger Militärschüler ein, um sie wenig später im Wasser der Alb zu waschen und gemangelt und gefaltet wieder an die angehenden Soldaten auszuliefern. Mit diesem Service zog die Unternehmerin nicht nur das Interesse der umliegenden Hotellerie und Gastronomie auf sich, sondern legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des gleichnamigen Textildienstleisters: 150 Jahre nach dem Start hat die Bardusch GmbH & Co. KG mit inzwischen 3500 Mitarbeitern in Deutschland den Sprung ins digitale Zeitalter vollzogen.

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Ein sinnvoller Schritt. Denn die Bardusch-Kunden – darunter Krankenhäuser – sind längst über ganz Deutschland verteilt. Die auf 350 Transporter und 30 LKW gewachsene Fahrzeugflotte mit den in der Branche üblichen analogen Werkzeugen zu koordinieren, wurde für die Disponenten zunehmend eine Herausforderung. Doch eine professionelle Logistik ist Voraussetzung für eine reibungslose Wertschöpfung – von der Vermietung über das Abholen bis zum Reinigen und Ausliefern der Wäsche.

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IoT-Lösung für digitales Flottenmanagement in Echtzeit

Gemeinsam mit der Telekom und dem Software-Partner DeDeNet modernisierte Bardusch seine Lieferlogistik IoT-gestützt: In allen 380 Fahrzeugen wurden M2M-Ortungsboxen verbaut, die jederzeit Auskunft über den genauen Standort der Fahrzeuge, Kilometer- und Tankstände, oder Lenk- und Ruhezeiten geben. Die Daten laufen in der Flottenmanagement-App zusammen, über ein Webportal haben die Disponenten interaktiven Zugriff auf alle relevanten Informationen.

Außerdem stattete Bardusch das Servicepersonal mit Samsung-Tablets aus, die permanent mit der Software kommunizieren. Die In-App-Navigation führt die Fahrer nicht nur zur richtigen Adresse, sondern direkt zum Ablageort beim Kunden. Sie können Informationen ergänzen oder Abläufe dokumentieren und dafür vorgefertigte Textbausteine, Freitext, Spracheingabe oder Fotos nutzen. Weil Hard- und Software so intuitiv zu benutzen sind, fiel den Mitarbeitenden die Umstellung leicht.

Das System plant die Touren, die Disponenten haben Luft

Heute können die Disponenten durchatmen und sich wichtigeren Aufgaben wie der persönlichen Kundenbetreuung widmen – bei der Tourenplanung werden sie in weiten Teilen von der Software unterstützt. Anhand der Fahrer- und Fahrzeugdaten und der aktuellen Verkehrslage teilt sie Aufträge zu und plant Touren in Echtzeit um. Das wirkt: Die Zahl der Leerfahrten sinkt ebenso wie der Spritverbrauch, die Auslastung der Fahrzeuge steigt ebenso wie das Tempo, mit dem Mitarbeiter die Aufträge abwickeln können. In der aktuellen Pandemie hat sich die Flexibilität bereits bewährt: Von heute auf morgen konnte Bardusch sämtliche Tourenplanungen neu aufsetzen.

Großer Anklang bei den Kunden

Mit der Lösung traf Bardusch auch den Nerv der Kunden, die sich transparente, einfache Kommunikation und einen individualisierbaren Service wünschen: Hinter einem Login auf der Website können sie ihre Daten einsehen und ändern, Templates vorangegangener Bestellungen nutzen und mit Bardusch in Kontakt treten.

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KUNDENSTECKBRIEF BARDUSCH

Name: Bardusch GmbH & Co. KG

Gründung: 1871

Hauptsitz: Ettlingen

Mitarbeiter: 3500

DEUTSCHE TELEKOM UND BARDUSCH

Die Aufgabe: Von mehr als 20 deutschen Standorten aus beliefern die Fahrer mit 380 Fahrzeugen die Kunden. Die Hygienevorschriften untersagen den gleichzeitigen Transport von kontaminierter und sauberer Wäsche. Lange behalfen die Disponenten sich bei der Tourenplanung mit den in der Branche üblichen analogen Werkzeugen.

Die Lösung: In Kooperation mit dem Software-Partner DeDeNet setzt die Deutsche Telekom Ortungsboxen in den Fahrzeugen, mobile Endgeräte für die Fahrer und eine App für digitales Flottenmanagement ein.

Die Vorteile: Heute ist Tourenplanung in Echtzeit möglich. Aufträge werden schneller abgewickelt, die Textilien erreichen früher wieder den komplexen Verteilungskreislauf und es kommt zu erheblichen Kosten- und Spriteinsparungen. Nicht nur Bardusch, auch die Kunden profitieren von der zeitgemäßen, transparenten und einfachen Lösung.

Was ist M2M?

M2M steht für die Machine-to-Machine-Technologie. Diese ermöglicht den automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten und einem zentralen System in Echtzeit. Die Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologien spielt eine wichtige Rolle in der Fernüberwachung (Telemetrie), aber auch in vielen anderen Branchen, besonders im Zusammenhang mit IoT-Devices.

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