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SD-WAN-Overlay für eine optimale Leitung nach China

Robert Bürkle GmbH: internationale Standorte mit Schwarzwald vernetzt

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Maschinenbauer Robert Bürkle aus dem Schwarzwald setzt bei der Vernetzung mit seinem chinesischen Standort auf ein schnelles und flexibles SD-WAN-Overlay. Dank des Netz-Updates der Telekom können die Mitarbeitenden in China nun deutlich schneller auf Programme aus dem deutschen Rechenzentrum zugreifen.

Alle Wege führen in den Schwarzwald – zumindest, wenn es um das Firmennetz des schwäbischen Sondermaschinenbauers Robert Bürkle geht. Das weltweit exportierende Unternehmen stellt komplexe, meist riesige Beschichtungsanlagen vor allem für die Photovoltaik- sowie die Holzverarbeitungsindustrie her und unterhält neben seinen beiden Standorten in Deutschland Zweigstellen in Ungarn, USA und China. Sämtliche Standorte sind per MPLS an das Rechenzentrum der Zentrale in Freudenstadt angebunden, sodass alle Mitarbeitenden die dort gehosteten Konstruktions- und 3D-Visualisierungsprogramme nutzen können.

SD-WAN: Ein flexibles und agiles Netz

Hochauflösende CAD-Programme, dazu Telefonkonferenzen über das Internet: An manchen Tagen brauchten die Bürkle-Mitarbeitenden in China Geduld, um ihrer Arbeit zügig nachzukommen. Die einzelnen Datenpakete verschiedener Anwendungen reizten die Kapazitäten der bestehenden Datenleitung immer öfter bis zum Anschlag aus. Das ist seit kurzem Vergangenheit: Ein intelligentes Software-Overlay sorgt nun dafür, dass Daten auch bei hohem Traffic zuverlässig und schnell ankommen. Ein Software Defined Wide Area Network (SD-WAN) sowie ein Multiprotocol Label Switching (MPLS) verbinden Unternehmensstandorte zu einem ganzheitlichen Firmennetz. Bei einem MPLS-Netz läuft der Großteil des Datenverkehrs in der Regel über eine gesonderte Leitung des Unternehmens. Diese Variante gilt als datensicher, aber auch aufwändig in der Installation und wenig flexibel in der Bandbreite. SD-WAN nutzt dagegen gewöhnliche Internetleitungen, eine zentral organisierte Software verteilt die Datenpakete automatisch auf mehrere aktive Leitungen und sorgt somit auch bei erhöhtem Datenaufkommen für geringste Latenzen.  Die hier verwendete Hardware besteht aus einem Plug-and-Play-Device des Telekom-Partners und SD-WAN-Experten Stellaneo.

Mit einem solchen SD-WAN-Overlay modernisiert Bürkle nun seine bestehende MPLS-Anbindung nach China. „Zwar konnten wir im MPLS-Netz Anwendungen priorisieren, dies war aber immer wieder mit administrativen Eingriffen verbunden. Mit dem SD-WAN-Overlay sind wir viel flexibler“, sagt Helmut Haupt, IT-Leiter der Robert Bürkle GmbH.

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SD-WAN im Trend

Mit dem SD-WAN-Update befindet sich der schwäbische Mittelständler in bester Gesellschaft: Denn laut  einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC setzen immer mehr deutsche Unternehmen auf Software-definierte Netzwerke. Rund ein Fünftel der 158 befragten deutschen Unternehmen gaben in der Studie „Network Transformation in Deutschland 2021“ an, bereits auf intelligente Netze zu setzen. Und knapp zwei Drittel der Unternehmen planen eine solche intelligente Netzwerkoptimierung.

Stabile Bandbreite dank Alibaba-Cloud

Ein weiterer Auslöser für das Update war der Umzug des chinesischen Standortes in eine andere Provinz. „Wir bauen in China derzeit einen größeren Standort und benötigen in Zukunft mehr Flexibilität bei der Bandbreitenerhöhung“, sagt Helmut Haupt, IT-Leiter der Robert Bürkle GmbH. Nach einer Testphase von Juli 2021 bis Ende Januar 2022 setzt Bürkle nun die Telekom-Lösung am bestehenden Standort in China und wird sie künftig auch im neuen Werk einsetzen. „Die Telekom war für uns auch aufgrund der weltweiten Marktkenntnis ein hervorragender Partner. Die Umsetzung der SD-WAN-Lösung gelang reibungslos“, sagt IT-Leiter Haupt. So nutzt Bürkle in China die Alibaba-Cloud. Der chinesische Anbieter kooperiert mit dem europäischen Raum und bietet stabile und flexible Bandbreiten – ideal für die Umsetzung einer SD-WAN-Lösung.

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Datenautobahnen für IoT-Services

Die Vorteile der neuen Lösung zahlen sich aus: Die chinesischen Mitarbeitenden von Bürkle können CAD-Programme aus dem deutschen Rechenzentrum selbst bei hohem Datenaufkommen ohne Latenzen nutzen und somit effizienter arbeiten. Zudem bietet die Datenautobahn eine passende Grundlage für digitale, datenintensive Geschäftsmodelle sowie die Einbindung von Clouddiensten. So plant die Maschinenbaufirma, sich stärker mit ihren Kunden zu vernetzen, um etwa IoT-Services wie vorausschauende Wartungen anbieten zu können. Doch zunächst sollen alle weiteren Standorte ein SD-WAN-Overlay erhalten. Damit alle Bürkle-Standorte über eine Datenautobahn in den Schwarzwald verfügen.

KUNDENSTECKBRIEF Robert Bürkle

Name: Robert Bürkle GmbH

Gründung: 1920

Hauptsitz: Freudenstadt

Mitarbeiter: weltweit über 450 Mitarbeiter

DEUTSCHE TELEKOM UND Robert Bürkle GmbH

Die Aufgabe: Die Maschinenbaufirma Robert Bürkle benötigte eine flexiblere und leistungsstärkere Anbindung ihres chinesischen Standorts an das Rechenzentrum am Hauptsitz im Schwarzwald. Von dort beziehen die Mitarbeitenden etwa datenintensive CAD-Programme für die tägliche Arbeit.

Die Lösung: Die bestehende MPLS-Anbindung zwischen China und Deutschland erhielt ein SD-WAN-Overlay. Mithilfe der Alibaba-Cloud versorgt die Telekom Bürkle auf dem chinesischen Markt mit stabilen und flexiblen Bandbreiten.

Die Vorteile: Dank des SD-WAN-Updates können die Mitarbeitenden am chinesischen Standort CAD-Programme aus dem deutschen Rechenzentrum auch bei hohem Datenaufkommen flüssig bedienen. Das intelligente Update ermöglicht flexible Bandbreitenerhöhung und reduziert zudem erheblich den Konfigurationsaufwand des IT-Teams von Bürkle.

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