Zuschüsse ermöglichen die Digitalisierung des Flottenmanagements

Spedition Mars: Schneller Digitalisieren mit Mittelstandsförderung

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Mit fast 50 Prozent mehr Budget kann die Spedition Mars die Digitalisierung des Flottenmanagement zügig umsetzen.

Pakete ausliefern, Container global verschiffen und Fahrzeuge transportieren und abschleppen – das Portfolio der Spedition Mars umfasst verschiedenste logistische Dienstleistungen. Die Zentrale des 2018 gegründeten Unternehmen sitzt in Nürnberg, dort und an 12 weiteren Niederlassungen arbeiten rund 600 Mitarbeiter.

Vor einigen Monaten gewann die Spedition Mars für ihren Kurierservice einen großen Kunden hinzu. „Gerade waren wir noch ein kleines bayerisches Start-up, plötzlich bundesweit mit acht Niederlassungen im Einsatz. Ein enormer Erfolg, jetzt einen großen Online-Versandhändler zu unseren Kunden zu zählen. Aber dann war schnell klar: Wir benötigen dringend schlanke digitale Prozesse, um dieses Auftragsvolumen professionell zu stemmen“, sagt Manuel Hauser, IT Service Manager Deutschland der Spedition Mars GmbH.

Neue IT-Lösungen für effiziente und transparente Prozesse

Neue IT-Lösungen und deutlich mehr Personal waren notwendig, und zwar so schnell wie möglich. Denn die Standards in der Branche sind hoch: Die Kunden wünschen Express-Zustellung noch am selben Tag (same day delivery), maximale Transparenz zu Lieferterminen und auch kurzfristig Änderungen beim Zustellort. Deshalb müssen die Kuriere tagsüber ständig erreichbar und in ihren Tourenplanungen transparent und flexibel sein, um dem Empfänger seine Bestellung schnellstmöglich und an den gewünschten Ablageort zu liefern. Da Mars bereits eine Reihe an Lösungen von der Telekom bezog, wandte sich das Start-up zunächst wegen einer neuen IP-Telefonanlage an das Bonner Unternehmen.

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Neue digitale Prozesse und ein Digitalisierungsplan

Gemeinsam mit der Telekom als strategischem Lösungspartner konzipierte die Spedition neue digitale Prozesse und einen mittelfristigen Digitalisierungsplan inklusive Budgetübersicht: Das Start-up benötigte neben Scannern bzw. Smartphones mit Mobilfunkverträgen für die zahlreichen neuen Mitarbeiter dringend eine professionelle skalierbare Lösung für das Flottenmanagement. „Aber der Budgetplan für 2020/21 zeigte deutlich, dass wir mit den finanzierten 120.000 Euro Kapital nicht wie tatsächlich benötigt hätten digitalisieren können“, so Miran Ali, Geschäftsführer der Spedition Mars GmbH.

Mittelstandsförderung gewonnen Dank MCA

Daher bezog die Telekom ihren Premium-Partner MCA in das Projekt mit ein. Die Unternehmensberatung aus Würselen ist darauf spezialisiert, kleinen und mittelständischen Unternehmen mögliche Fördermaßnahmen aufzuzeigen, ihr Potenzial einzuschätzen und schließlich den kompletten Antragsprozess für ihre Kunden abzuwickeln. „Entscheidend für den Fördermittelantrag ist, immer eine konkrete Digitalisierungsidee zu entwickeln und als Digiplan einzureichen“, sagt Michael Knauff, Geschäftsführender Gesellschafter der MCA. „Deshalb haben wir gemeinsam mit Mars eine Reihe vorhandener Prozesse identifiziert, die mit den Fördermitteln digitalisiert werden sollen.“

„Digital Jetzt“ – maximale Förderung für Mars

MCA entschied sich für das Förderprogramm „Digital Jetzt - Investitionsförderung für KMU“. Das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen mit finanziellen Zuschüssen dabei, mehr in digitale Technologien sowie die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren. Das Förderprogramm läuft bis Ende 2023, insgesamt stellt die Bundesregierung dem Mittelstand 203 Millionen Euro zur Verfügung.

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Schneller digitalisieren mit fast 50 Prozent mehr Kapital

Der Digitalisierungsplan von Mars überzeugte, nun erhält die Spedition die für Unternehmen maximal förderbare Summe von 50.000 €, die nicht zurückzuzahlen ist. Mit fast fünfzig Prozent mehr Kapital kann der Betrieb deutlich schneller seine Prozesse digitalisieren und professionalisieren als ursprünglich geplant. Neben Scannern bzw. Smartphones inklusive Verträgen für die neuen Mitarbeiter wird das Start-up zügig Fleet Drive & Track, eine IoT-Lösung für das Flottenmanagement, einführen.

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KUNDENSTECKBRIEF SPEDITION MARS


Name: Spedition Mars GmbH

Gründung: 2018

Hauptsitz: Nürnberg

Mitarbeiter: 600

Jahresumsatz: ca. 20 Mio. Euro



DEUTSCHE TELEKOM UND SPEDITION MARS

Die Aufgabe: Die Spedition Mars konnte für ihren Kurierservice einen großen Online-Versandhändler als Kunden gewinnen. Neue und effiziente digitale Prozesse und Lösungen sowie deutlich mehr Personal waren notwendig, um die hohen Anforderungen des Auftraggebers zu erfüllen.

Die Lösung: Gemeinsam mit der Telekom entwickelte Mars einen Digitalisierungsplan inklusive einer IoT-Lösung für Flottenmanagement. Der Telekom Premium-Partner MCA zeigte mögliche staatliche Förderprogramme auf und übernahm den kompletten Antragsprozess.

Die Vorteile: Über „Digital Jetzt“ des BMWi erhält Mars 50.000 € Förderung, die nicht zurückzuzahlen sind. Mit fast 50 Prozent mehr Kapital kann die Spedition schneller digitalisieren und zunächst Drive & Track, eine Lösung für Flottenmanagement, einführen.

Förderprogramme für KMU und Handwerk

Das BMWi fördert mit zwei Initiativen Mittelstand und Handwerk bei der Digitalisierung: Mit „go-digital“ können Unternehmen und Handwerksbetriebe mit maximal 16.500 € für Beratungsleistungen gefördert werden. Zuschüsse bis zu 100.000 € gibt es bei „Digital Jetzt“. Die Programme sind auch kombinierbar und laufen bis Ende 2023. Mehr zu „go digital“ und „Digital Jetzt“.

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