Nachhaltigkeit in der Logistik funktioniert: Prof. Peter Holm über die Zukunft der Warenwege

Personen im Video

  • Gunnar Sohn
  • Prof. Peter Holm

Eine Branche auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen

Viele haben im Lauf des vergangenen Jahres erstmals in ihrem Leben vor leeren Regalen gestanden. Wie sehr unser Wohlstand von einer funktionierenden Logistik abhängt und wie die Nachhaltigkeit der Logistikbranche aussehen könnte, lotet Prof. Peter Holm aus Frankfurt im Gespräch mit DIGITAL X aus.

Seit dem Beginn der Pandemie ist das Thema Logistik in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Leere Regale und die Erfahrung, dass Lieferketten zusammenbrechen können, haben eine gesamtgesellschaftliche Diskussion ausgelöst. Dabei ist die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten kein neues Thema: In den letzten Jahren führten Extremwetter und Cyberattacken immer wieder zu Unterbrechungen der Warenströme und Ausfällen von Transporten. Die Pandemie machte deutlich, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Unternehmen essenziell sind. Und es hat sich gezeigt, dass Logistik funktioniert.

Prof. Peter Holm von der Fachhochschule Frankfurt blickt positiv in die Zukunft und prognostiziert nur mittelfristige Änderungen der wirtschaftlichen Strukturen. „Es hat einen Grund, warum manche Waren vor allem in Asien hergestellt werden – ich sehe nicht, dass wir das Rad kurzfristig zurückdrehen werden, vor allem nicht in der Textilindustrie. Mittelfristig vielleicht in der Chemie- und Pharmaindustrie.“

Im Gespräch mit dem Wirtschafts-Blogger Gunnar Sohn und einem Logistikexperten identifiziert Holm die Bereiche künstliche Intelligenz und Digitalisierung als Schlüsselthemen für die Branche. Da die praktische Umsetzung dieser Themen sehr anspruchsvoll ist, bietet die Fachhochschule ab Herbst zusammen mit dem BGL einen neuen dualen Studiengang „Logistik“ an, um Akteure zusammenzubringen und Wissenstransfer zu ermöglichen. Denn: „Logistik muss gestaltet werden.“

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