Geschäftsprozesse digitalisieren: ein Musterbeispiel

Personen im Video

  • Christoph Krause
  • Sebastian Strauss

Warum fertige Systeme selbst entwickelten Strukturen unterlegen sind

Alles richtig gemacht: Sebastian Strauss von der Firma Nietiedt begann aus einem „Prozessschmerz“ heraus, ein Tool für sich zu entwickeln. Im Lauf der Jahre führten seine Optimierungsschritte zu echten Transformationen im Workflow und einer maßgeschneiderten Digitalisierung der Geschäftsprozesse.

Die Nietiedt-Gruppe ist ein echter Mittelständler des Bauhandwerks mit über 900 Mitarbeitern und zahlreichen Niederlassungen. Sebastian Strauss ist im Unternehmen für die digitalen Prozesse verantwortlich, die er auf seine eigene Weise geprägt hat: „Als ich die klassische IT-Abteilung übernahm, habe ich schnell bemerkt: Da muss sich was bewegen. Es hat lange gebraucht, bis die Firma eingesehen hat, dass wir uns digitalisieren müssen und dass das Thema ganzheitlich gedacht werden muss.“ So programmierte er im Urlaub ein Tool, das erst Wellen schlug, als von außen bei Audits sehr positives Feedback kam. Daraufhin machte die Geschäftsführung Gelder für die Weiterentwicklung locker.

Daraus entwickelte sich im Lauf der Zeit eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die nach und nach Firmenprozesse digital abbildete und optimierte, und zwar immer im Austausch mit den Nutzern. Dazu Krause von DIGITAL X: „Das ist ein super Ansatz, den ich nur jeder Firma empfehlen kann: Setzt auf agile, bewegliche Teams, die schnell reagieren.“ Digitalisierung hakt man nicht ein für alle Mal ab, indem man ein System von der Stange kauft – am nachhaltigsten sind Geschäftsprozesse, die aus der Praxis entstehen. Welche Rolle QR-Codes bei der Arbeitssicherheit spielen, welche Ideen Sebastian Strauss gegen den Klau am Bau entwickelt hat und welche Themen er für zukunftsweisend hält, verrät er im Lauf des Gesprächs. Oder im Netz, wo er als Bastian Strauss schnell zu finden ist.

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