BEST OF TECHBOOST – TEIL 7: E-BOT7

e-bot7 ist der Chatbot, der Mensch und KI vereint

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Als drei Studenten nach 37 Minuten aus einer Telefon-Warteschleife geflogen sind, kamen sie auf die Idee, Chatbots für den Kundenservice zu entwickeln. Vier Jahre später ist e-bot7 ein erfolgreiches Start-up.

Das lange Warten – diese Erfahrung machen Menschen täglich mit dem Kundenservice eines Unternehmens. In der Warteschlange der Telefonhotline zu stranden, ist selten ein Vergnügen. Am anderen Ende der Leitung wiederum hat der Service-Mitarbeiter keine Ahnung, welcher Kunde mit welchem Problem ihn erwartet. Chatbots sind eine Lösung, die Arbeit im Kundenservice effizienter zu gestalten, indem Anfragen von einer KI analysiert, weitergeleitet und zunehmend automatisiert werden. Der Chatbot entscheidet dann, ob er die Frage selbst beantwortet, oder ob sie an einen menschlichen Mitarbeiter weitergeleitet wird. Der Münchener Chatbot-Entwickler e-bot7 ist mit einer eigenen Künstlichen Intelligenz (KI) durchgestartet und betreibt heute Büros in Paris und London.


Das Start-up hat eine KI-Plattform entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, die Effizienz im Kundenservice auf diversen Kanälen wie Livechat, Whatsapp, Facebook Messenger und dergleichen zu steigern. Das System hilft dabei, Fragen, die via Chat eingehen, automatisiert zu beantworten. Wenn eine Frage doch an einen Kundenservice-Mitarbeiter weitergegeben werden muss, wird dieser mit Antwortvorschlägen ausgerüstet, um auch hier Zeit zu sparen. „So lassen sich Kosten reduzieren und gleichzeitig der Umsatz steigern“, sagt Marvin Troß, Head of Business Development. Den Gründern war es wichtig, dass ihre Software einfach zu installieren ist. „Unsere Kunden brauchen keine eigene IT-Abteilung, um unser Produkt zu nutzen. Die Installation folgt dem Prinzip ‚Plug and Play‘ und die Nutzer können sofort loslegen. Sie brauchen keine Coding-Fähigkeiten“, sagt Troß.

Marvin Troß, Head of Business Developement, kam im ersten Geschäftsjahr zu e-bot7. e-bot7

2016 gründeten Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer e-bot7. Die Idee entstand in einem Frust-Moment: als sie nach 37 Minuten Wartezeit aus der Telefonhotline eines Kundenservices geschmissen wurden. Damals studierten die Gründer zusammen in Maastricht, Beringer und Lehmann kennen sich aber schon seit 17 Jahren. Im ersten Unternehmensjahr von e-bot7 stieß Marvin Troß zum Team dazu. „Die Anfangszeit war sehr spannend. Wir sind mit einem Prototyp gestartet, den wir parallel zum ersten Kunden weiterentwickelt und bis heute im Einsatz haben“, sagt Troß. „Die Machine- und Deep-Learning-Algorithmen, die hinter der KI-Technik des Chatbots stehen, wurden im eigenen Haus entwickelt, sind auf dem neuesten Stand der Technik und können durch das Zusammenspiel von Mensch und KI in unserem hybriden Ansatz optimale Ergebnisse liefern.“ Denn auch der Mitarbeiter im Kundenservice kann den Chatbot durch neue Antwortmöglichkeiten „trainieren“ und damit konstant verbessern.

Die Innovationsworkshops Mit den Innovationsworkshops bringt die Telekom Startups und Kunden zusammen. Der Innovationsworkshop findet unter Teilnahme des Kunden inklusive Geschäftsführung, Vorstand und Experten, dem TechBoost-Team und den ausgewählten Sta

E-bot7 ist in den vergangenen drei Jahren schnell gewachsen und hat mehr als 20 Preise gewonnen. „Das Tempo ist rasant. Als ich bei e-bot7 angefangen habe, saßen wir mit sechs Mitarbeitern an einem Tisch und haben uns um alle anstehenden Aufgaben des Unternehmens gekümmert. Heute sind wir mehr als 60 Mitarbeiter mit vielen Experten in den jeweiligen Fachgebieten“, sagt Troß. Der Weg dorthin sei „straight“ gewesen, auch dank der Unterstützung durch Kooperationspartner wie der Telekom. Seit 2018 ist e-bot7 Teil der Förderungskampagne „TechBoost“. „Wir haben in den von TechBoost organisierten Workshops viele Kontakte und Kunden im Mittelstand gewonnen und konnten hierdurch unser Vertriebsnetzwerk erfolgreich weiter ausbauen.“


Internationales Wachstum ist wichtig für das Start-up. Umso wichtiger ist Resonanz im Ausland. Die bekommt e-bot7. Das Unternehmen ist bereits zwei Mal auf einer Liste des Wirtschaftsmagazins Forbes der erfolgreichsten jungen Unternehmen gelandet. Das darf in einem heiß umkämpften Markt mit Wettbewerbern in aller Welt als Ritterschlag verstanden werden. „Beim ersten Mal ist unser Gründerteam unter den ‚30 unter 30‘ in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelandet, beim zweiten Mal unter den ‚30 unter 30‘ KI-Startups in Europa. Das war schon etwas Besonderes, als so junges Unternehmen dabei zu sein, und ist eine Auszeichnung für das gesamte Team“, sagt Marvin Troß. Deswegen überrascht es nicht, dass zu dem jungen Unternehmen heute schon Großunternehmen wie HDI, die Deutsche Bahn, Siemens sowie viele Mittelständler aus verschiedenen Branchen als Kunden zählen – ohne dass sie allzu lange warten mussten.

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