PREMIERE DIGITAL X: DIGITAL EDITION

Digitalisierung ist der Schlüssel in der Krise

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Begegnung, Austausch, Information – das alles aus dem Homeoffice oder dem Büro heraus. Die DIGITAL X Digital Edition brachte den Teilnehmern die Welt der Digitalisierung auf den eigenen Bildschirm – ein neuartiges Format, das viele Teilnehmer rasch zu schätzen lernten.

Rico Lötje steht regungslos am Stand. Sein fotorealistischer Avatar empfängt Besucher auf dem virtuellen Marktplatz und steht auf Wunsch Rede und Antwort – per Chat, ein Video ist auch zu sehen und die Informationen zu den Produkten von Unify sind in einem virtuellen Ständer abzurufen. „Ich finde dieses Format in Anbetracht der aktuellen Situation wirklich klasse, da es den Unternehmen der ITK-Branche die Möglichkeit gibt, mit den Unternehmern über die digitale Transformation zu sprechen und mögliche Lösungen aufzuzeigen“, sagt, nein, schreibt Lötje im Chat, den er aus dem Homeoffice den ganzen Nachmittag über nutzt, um Fragen rund um die Software von Unify zu beantworten.

Reden, austauschen, informieren, das ist es, was Menschen auch dann gerne tun, wenn es um die Digitalisierung in Unternehmen geht. In den vergangenen Jahren waren die Gemeinschaftserlebnisse von Bochumer Jahrhunderthalle bis zur Halle 8 der Kölner Messe der Digitalisierungsinitiative DIGITAL X ein großer Erfolg – und fanden nun erstmals wegen der Coronakrise ihren Weg in die Virtualität. 17.000 Teilnehmer schalteten sich ein, um der Keynote von Edward Snowden, der Begrüßung von Schirmherr Hagen Rickmann oder dem Impulsvortrag von Telekom-CEO Tim Höttges zuzuhören und zuzusehen.

Gemeinschaftsgefühl am Monitor

Statt vor gefüllten Sitzreihen sprachen alle Teilnehmer in Kameras – und dennoch entstand durch die lebendigen Live-Auftritte ein Gemeinschaftsgefühl. Schon vor dem offiziellen Start trafen sich zahlreiche Teilnehmer in der virtuellen Networklounge. Neben flapsigen Späßen wurden Kontaktdaten ausgetauscht und Fragen rund um die Veranstaltung gestellt und beantwortet.

Eine Premiere, so wie viele Menschen zahllose Premieren dieser Tage erleben. Davon berichtete auch Tim Höttges, der Fotos aus seinem eigenen Homeoffice zeigte. „Ich war auch in Quarantäne – wir hatten eigentlich eine schöne Zeit. Viel gestritten, viel gesprochen. Meine Söhne stritten sich und die ganze Telekom hat mitgehört“, sagte Höttges, der deutlich machte, dass Corona zwar viele Chancen biete, aber in erster Linie eine Katastrophe sei. „Der Mensch ist sehr anpassungsfähig“, sagte Höttges und nun ginge es darum, wie man aus den Startblöcken käme.

Frühere Katastrophen wie die Pest oder die Spanische Grippe hätten immer auch neue bedeutende Entwicklungen mit sich gebracht – zum Wohle der Menschen. Das sei bei Corona nicht anders: „Digitalisierung war schon immer Distanz. Netflix für zuhause ist kein Kinobesuch. Digitalisierung war das, was gefragt war. Die Krise war der Katalysator für die Digitalisierung.“

Dass das in Deutschland gut funktioniere, sei auch dem Einsatz der Mitarbeiter der Telekom zu verdanken, die halfen, die Infrastruktur für Millionen von Haushalten aufrecht zu erhalten und Kapazitäten rasch zu erhöhen, um an Videokonferenzen teilnehmen zu können, oder mit Freunden abends gemeinsam Weine zu probieren.

Wer jetzt nicht handelt, riskiert seine Existenz

Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland und Schirmherr der DIGITAL X, erläuterte im Gespräch mit Moderatorin Judith Rakers, was die Coronakrise für die Digitalisierung des Mittelstands bedeute. „Jetzt ist die Zeit. Die Diskussionen sind kürzer und alles etwas offener für Neues. Aber klein anfangen und dann reinwachsen statt einen Masterplan zu haben und alles auf einmal zu wollen“, empfahl Rickmann. „Die Menschen, die dabei sind, müssen abgeholt werden.“ Noch immer sehe man eine hohe Zahl an Unternehmen, die nicht einmal ein eigene Website hätten, während die Kunden sich immer mehr auf digitale Wege begäben, um sich zu informieren und um zu konsumieren.

Für zaudernde Unternehmen hielt Mario Ohoven, Vorsitzender des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft düstere Aussichten parat: „Ich wage die Prognose: Wer bislang nicht digitalisiert hat oder spätestens jetzt beginnt, wird die Krise nicht überleben.“ Er habe wenig Verständnis für Unternehmer, die sich noch immer schwer tun mit der digitalen Transformation: „Digitalisierung ist der Schlüssel zur Resilienz der Krise.“

Diejenigen unter den Teilnehmern, die sich immer wieder in der virtuellen Networklounge trafen, fühlten sich sicher nicht gemeint. Sie tauschten Kontakte aus, posteten Links zu interessanten Projekten und verknüpften sich wie sonst auch – nur ohne physischen Kontakt. Kein Wunder, dass bis spät in den Abend hinein, als viele ihr Netzwerkdinner am heimischen Esstisch speisten und dabei den Konzerten von Adel Al Tawid und James Blunt lauschten, Kommentare und Dankesworte geschrieben wurden. Geeint durch Trennung – die DIGITAL X Digital Edition zeigte, dass das funktioniert.

Und Rico Lötje? Schaltete nach einem erfolgreichen Tag am virtuellen Stand seinen Avatar ab. „Es war ein richtiger Schritt in der digitalen Transformation, die DIGITAL X in der Krise in den virtuellen Raum zu verlegen“, sagt Lötje, der dennoch den echten zwischenmenschlichen Kontakt wie wohl alle Teilnehmer auch weiterhin schätzt: „Die Kombination macht’s.“

Die kommende DIGITAL X – Digital Edition findet am 23. Juni statt. Seien Sie dabei und melden Sie sich bereits jetzt an unter www.digital-x.eu

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