Digitale Schule

Digitalunterricht in der Computerwolke - Wie die Digitalisierung von Schulen innerhalb von fünf Tagen gelingt

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Die veralteten, bürokratischen Strukturen in den IT Referaten der Städte, die sich für die IT technische Ausstattung von Schulen verantwortlich zeichnen, sind nur unzureichend in der Lage, das Thema Digitalunterricht nach vorne zu bringen: „Es werden Formblätter zur Beantragung von WLAN in Schulen erstellt, komplexe Systemlandschaften aus pädagogischen- und Verwaltungsnetzwerken aufgebaut und monatelange Evaluierungsprozesse zur Anschaffung von Software durchgeführt. Im Anschluss sollen die Lösungen durch städtische IT Dienstleister in der Breite ausgerollt werden. Dieser Ansatz skaliert jedoch nicht bei über 30.000 Schulen in Deutschland“, kritisiert Tilman Buchner von der Boston Consulting Group.

Parallel wächst der Druck aus der Elternschaft und bei den Schülern, die neue Lösungen und Konzepte einfordern, da der aktuelle Zustand für viele Familien und insbesondere Alleinerziehende nicht haltbar ist.

„Die Schulleitungen sind oft sehr bemüht, allerdings sind ihnen die Hände gebunden, da ihr Dienstherr ihnen nicht einmal Administrationsrechte am Schulinventar einräumt. So kann die digitale Transformation von Schule nicht funktionieren. Wir brauchen ein alternatives Vorgehen“, fordert Buchner.

Die Lösung liege in der Cloud: Die notwendigen Technologien zur Digitalisierung von Schule seien grundsätzlich vorhanden. Die Politik müsse jetzt endlich umdenken. „Alle Herausforderungen können mittels moderner Cloud Services gelöst werden. Microsoft Office365 ist ein gutes Beispiel, um den Wandel in der IT nachzuvollziehen. Mussten früher auf jedem Arbeitsplatzrechner Office Anwendungen durch Systemadministratoren installiert und ein komplexes Rechte-Management für Benutzer, Geräte und Dienste auf einem lokalen Server konfiguriert werden, so läuft die neueste Version von Office365 dank moderner Web Technologien vollständig in der Cloud“, erläutert Buchner. Der Vorteil für den Nutzer, er könne die Office Anwendungen mit jedem internetfähigen Endgerät überall nutzen. Den Wartungsaufwand übernimmt der Cloud Anbieter. Neben den Applikationen sind auch alle Verwaltungsdienste wie E-Mail, Benutzer- und Geräteverwaltung, etc. in die Cloud gewandert. Dank Self-Service-Fähigkeit könnten ausgewählte Benutzer nun selbst neue Funktionen/Services installieren und für die Benutzer ihrer Organisation ausrollen.

„Jedes Startup kann binnen weniger Tage eine komplette Geschäftsausstattung aufbauen - warum nicht auch Schulen? Jedes moderne Unternehmen, vom Startup bis zum Konzern nutzt die Vorzüge der Cloud, vernetzt seine Mitarbeiter, ermöglicht Remote-Working und macht Unternehmens-informationen ubiquitär verfügbar. Warum können Schulen nicht von diesem Trend profitieren?“, so Buchner.

Wie die Digitalisierung von Schulen innerhalb von fünf Tagen möglich ist, erläutert der BCG-Analyst im #DigitalXAdhoc-Livetalk. 

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