Digitales Wassermanagement für eine nachhaltige Landwirtschaft

Hidroconta: Digitales Wassermanagement mit NB-IoT

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Hidroconta und Telekom machen die Wasserversorgung intelligenter und nachhaltiger – mit Embedded SIMs und NB-IoT.

Ein Tag Regen: Mehr können die Bauern in Spanien in der Regel weder im Juli noch im August erwarten. Dennoch gehört das Land zu Europas wichtigsten Lieferanten von Obst und Gemüse. Damit sich das zur Verfügung stehende Wasser dennoch optimal nutzen und zum Beispiel Landwirtschaft ertragreich betreiben lässt, haben sich Betriebe wie Hidroconta auf effizientes Management der wertvollen Ressource spezialisiert. 1983 gestartet, ist Hidroconta inzwischen in über 25 Ländern tätig und bringt regelmäßig Innovationen im Bereich der Bewässerungs- und Wasserkontrollsysteme auf den Markt. So auch die digitalen Wasserzähler für die Land- und Gebäudewirtschaft, die das Unternehmen gemeinsam mit der Telekom entwickelte.

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Mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein: Embedded Connectivity

Die Provinz Murcia, in der sich der Hauptsitz von Hidroconta befindet, ist das größte Bio-Anbaugebiet Spaniens. Schon viele trockene Sommer lang hat Hidroconta Lösungen für die hydraulische Bewässerung auf den Markt gespült, deren Bedienung sich für die Betriebe in mancher Hinsicht allerdings aufwendiger gestaltete: Sie mussten von den Mitarbeitenden der Kunden aus Gebäudeverwaltung und Landwirtschaft vor Ort abgelesen werden. Agrarbetriebe hatten daher keine vollständige Transparenz über Aspekte wie Wasserzufuhr und -verbrauch. Effiziente und nachhaltige Wassernutzung war so kaum möglich. Kundenseitig bestand ein Bedürfnis nach mehr Effizienz. Um dies in Zukunft zu verbessern, entwickelte Hidroconta intelligente Messgeräte, die mit dem Internet of Things (IoT) verbunden sind. Für die Übertragung sorgt dabei der Mobilfunkstandard NarrowBand IoT (NB-IoT), die Telekom lieferte die technische Basis für die Konnektivität.

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Einfache Handhabung und umfassende Datenbasis

Basierend auf dem Prinzip der Embedded Connectivity verbaut Hidroconta bereits während der Produktion kleine MFF2-SIM der Telekom in den Smart-Metering-Geräten. Das wirkt sich unter anderem positiv auf die Logistik aus: Das Unternehmen muss SIM-Karten und Messgeräte nicht separat verschicken, Kunden müssen die SIMs nicht selbst einsetzen. Zudem können die Karten beim Transport weder verrutschen noch herausfallen.

Im Betrieb senden die Wassermessgeräte dann Informationen wie Zählerstände verschlüsselt in die Cloud von Hidroconta, sodass die Kunden die Daten bequem aus der Ferne einsehen können. Doch die intelligente Technologie bietet noch mehr Möglichkeiten: Agrarunternehmen können individuelle Bewässerungszeiten festlegen und die Wasserzufuhr aus der Entfernung regulieren. Das spart Zeit und Arbeitseinsätze. Außerdem lassen sich die über NarrowBand IoT gesammelten Bewässerungsdaten analysieren, um beispielsweise Wasser effizienter einzusetzen. Digitales Wassermanagement leicht gemacht.

Weltweite Verfügbarkeit

Zum Telekom-Paket gehört außerdem eine Plattform, über die sich die Embedded-SIM-Karten global überwachen und managen lassen. So können die Kunden bequem vor dem Bildschirm einzelne Karten aktivieren bzw. deaktivieren oder regionale Tarife einrichten. Hier kam die Globalität der Telekom dem weltweit expandierenden Unternehmen Hidroconta gerade recht – in allen relevanten Ländern kann der Hersteller Telekom-Leistungen buchen, dank Roaming-Vereinbarungen sogar in Ländern, in denen lediglich ein anderer Netzbetreiber verfügbar ist.

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Nachhaltig wirtschaften durch Technologie

Die gemeinsam entwickelte Lösung von Hidroconta und Telekom ist ein Beispiel dafür, wie Technologie zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen kann. Indem Betriebe die Wasserzufuhr regulieren und punktgenau auf den Bedarf optimieren können, tragen sie zu einem sparsameren Umgang mit der Ressource und damit zum Schutz der Umwelt bei. Doch nicht nur auf dem Feld lässt sich auf diese Weise Wasser sparen: In der Hauptstadt Madrid kommen die vernetzten Geräte zur Überwachung der Trinkwasserversorgung für mehr als 6,5 Millionen Einwohner zum Einsatz.


KUNDENSTECKBRIEF HIDROCONTA

Name: Hidroconta Hydraulic Technology

Gründung: 1983

Hauptsitz: Murcia, Spanien

Mitarbeiter: 75

DEUTSCHE TELEKOM UND HIDROCONTA

Die Aufgabe:

Hidroconta fertigt intelligente Wassermessgeräte, mit denen sich zum Beispiel Zählerstände aus der Ferne ablesen und Wasser nachhaltiger nutzen lassen. Hierfür benötigte das Unternehmen internationale Konnektivität und die entsprechende Hardware.

Die Lösung:

Embedded-SIM-Karten verbinden die Smart Meter via NB-IoT mit der Cloud. Hidroconta kann die Geräte komfortabel verschicken, da SIM-Karten und Messgerät fest verbunden sind. Kunden können Zählerstände und weitere Aspekte über ein Portal einsehen, SIM-Karten aktivieren sowie deaktivieren und haben Zugriff auf verschiedene Funktionen.

Die Vorteile:

Die energieeffizienten Geräte müssen nicht mehr vor Ort abgelesen werden. Dadurch sparen die Kunden von Hidroconta Zeit und Kosten. Über ein Portal können sie die Bewässerung genau regulieren und optimal an den Bedarf anpassen. Das führt in trockenen Ländern wie Spanien zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz.


NarrowBand IoT

NarrowBand IoT (NB-IoT) ist eine auf LTE basierende Funktechnologie für IoT-Anwendungen, die in zeitlichen Abständen kleinere Datenmengen übermitteln. NB-IoT ist preisgünstig und stromsparend und gilt damit als wegbereitend für IoT in Bereichen, in denen Vernetzung früher zu aufwendig und kostspielig war. Dank schmalbandigem Modulationsverfahren und mehrfachen Übertragungswiederholungen verfügt NB-IoT im Vergleich zu GSM (Global System for Mobile Communications) über eine höhere Leistungsdichte und somit eine bessere Gebäudedurchdringung.

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