Keine Angst vor Cloud Lösungen für kleine Unternehmen

Sichere Bank oder Mut zu neuen Werkzeugen: KMU und ihre „Angst“ vor der Cloud?

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Wenige Mitarbeiter in deutschen Unternehmen verwenden Cloud-Software. Steckt dahinter Angst oder Gemütlichkeit? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Verwendung von moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie der dazugehörigen Software ist auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) keine Seltenheit. Doch gegenüber Cloud-Lösungen und Software-as-a-Service-Angebote gibt es noch einige Vorbehalte und Probleme.


Welche Hürden für kleine und mittelständische Unternehmen derzeit existieren, welche sicheren Lösungen es im deutschen Raum gibt und warum Cloud-Dienste nicht nur etwas für große Konzerne sind, beleuchten wir in diesem Beitrag.


Status Quo: Deutsche Unternehmen und Cloud-Software

Außer Frage steht, dass die Digitalisierung wesentlicher Bestandteil von Privatleben und Arbeitsalltag ist. Sie hat auch die digitale Transformation in der Geschäftswelt angestoßen. Prozesse können automatisiert, Datenaustausch und das Datenmanagement erleichtert werden. Auf diese Weise können KMU Zeit einsparen und wirtschaftlicher arbeiten.


Eine der größten Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen: den Draht zum Kunden nicht verlieren – auch wenn die Pandemie den Kontakt erschwert. Doch zum Glück hat die Digitalisierung dafür gesorgt, dass das Aufrechterhalten von Kundenbeziehungen in den letzten Jahre einfacher geworden ist. Nur müssen die richtigen digitalen Kanäle für die Beziehungspflege gefunden werden – schließlich muss man sich dort aufhalten, wo sich der Kunde auch tatsächlich befindet.


Diese Vorteile sind auch dem Großteil deutscher Unternehmen bewusst. Die Probleme und Herausforderungen entstehen vor allem bei der eigentlichen Umsetzung. Von der Digitalisierung profitieren nur diejenigen, die die notwendige Software besitzen. Gleichzeitig wird derzeit für die umfangreiche Pflege von Beziehungen zwischen Firmen, Kunden und Stakeholdern neben dem Internet auch internetbasierte Lösungen gebraucht.


Der Status Quo im Jahr 2019

Laut einer Studie von Capterra, eine Online-Ressource für Business-Software-Käufer, aus dem Jahr 2019 gestaltet sich der beschriebene Umstand als schwierig: 35 Prozent der befragten deutschen Mitarbeiter bezeichneten schon damals ihr Unternehmen nicht als digital. Dieser Aspekt zieht sich durch die Studie wie ein roter Faden: 64 Prozent der befragten Unternehmen arbeiteten mit installierter Software – oder mit einer Mischung aus Software, die installiert und cloudbasiert war. 24 Prozent gaben ihren Mitarbeitern eine unternehmensinterne Software an die Hand, die alleine oder in Kombination mit anderen Softwareprogrammen genutzt werden konnte. Nur ein kleiner Teil deutscher KMU nutzte cloudbasierte Programme. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern investierten deutsche Unternehmen damit deutlich weniger in zukunftsweisende Cloud-Technologien.


Der Status Quo im Jahr 2020

Bitkom Research und KPMG veröffentlichten im Juni 2020 den Cloud-Monitor – eine repräsentative Umfrage von etwa 555 Unternehmen ab 20 Mitarbeiter in Deutschland. Sie konnten gemeinsam feststellen, dass die befragten Unternehmen zum Großteil Rechenleistungen aus der Cloud nutzten. 19 Prozent diskutierten oder planten den Einsatz von Cloud-Lösungen. 6 Prozent beabsichtigten auch zukünftig ganz auf solche Möglichkeiten zu verzichten.


Ein Wandel in der Denkweise von 2019 auf 2020 ist hier gut erkennbar. Denn für den Großteil der Teilnehmer der repräsentativen Studie sahen im Cloud-Einsatz eine große Chance für Unternehmen, in Sachen Digitalisierung weiter heranzukommen. Für 69 Prozent war Cloud-Computing ein wichtiger Aspekt bei der Digitalisierung interner Prozesse – zwei von drei Firmen gaben sogar an, dass durch den Einsatz von Cloud-Lösungen neue Geschäftsmodelle erschlossen werden konnten.


Schauen wir auf die SMB Digital Maturity Study aus dem September 2020 zeigt sich, dass deutsche KMU die Krise nutzen (mussten), um die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Nur 56 Prozent der deutschen Studienteilnehmer gaben an, die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse beschleunigen zu müssen. Oberste Priorität dabei haben Investitionen in Cloud-Lösungen in den nächsten 18 Monaten, aber auch die Entwicklung firmeneigener Infrastruktur-Software und -Hardware. Digital fortgeschrittenere kleine und mittelständische Unternehmen beabsichtigen in dieser Zeit vermehrt auf Künstliche Intelligenz und Analytik zu setzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.


Bedenken rund um Cloud-Lösungen: Wo drückt der Schuh bei den KMU?

Zwar mag vereinzelt noch das Klischee greifen, dass der deutsche Mittelstand in Sachen Digitalisierung ein Nachzügler ist. IT-Abteilungen sind ein wichtiger Hebel, um digitale Veränderungen einzuführen oder voranzutreiben. Doch sind es gerade diese Abteilungen, in die KMU oft zu wenig oder gar nicht investieren. Problematisch, da vor allem die IT-Abteilung Know-how über die Technologien verfügt, die es für die Digitalisierung braucht. Außerhalb dieser Abteilung ist dieses Wissen nur unzureichend bekannt. Damit verbundene Features und notwendige Updates für diverse Cloud- und Softwarelösungen bleiben dabei meist auch auf der Strecke.


Doch die vorherigen Studien zeigen, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen Chancen nutzen und aktiv an der Digitalisierung ihrer Firmen arbeiten. Bedenken gibt es aber auch bei der Umsetzung und Integration von Cloud-Lösungen angeht. Eine Umfrage der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin gemeinsam mit der forcont business technology GmbH zum Thema “Nutzung von Cloud-Services im Mittelstand” zeigte im Jahr 2019, dass 88 Prozent der befragten KMU Sicherheitsbedenken gegenüber Cloud-Software haben.


Laut der Umfrage von Bitkom Research und KPMG zögern viele Unternehmen aber auch vor der Nutzung der Public-Cloud. Firmen, die nicht auf Public-Cloud setzten, äußerten im Juni 2020, die größten Sicherheitsbedenken. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer, die auf die Cloud verzichten, befürchteten einen unerlaubten Zugriff auf Daten, die wichtig für das Unternehmen sind. Für 60 Prozent war die Rechtslage nach wie vor unklar. 59 Prozent zweifelten an einer Integration einer Public-Cloud in bestehende Lösungen.


Mehr Vertrauen für deutsche Cloud-Lösungen?

Kleine und mittelständische Unternehmen, die wegen Sicherheitsbedenken, die auch mit DSGVO-konformen Aspekten verbunden, noch zögern, sollten vielleicht auf deutsche Cloud-Lösungen blicken. Diese entsprechen (oft) den Voraussetzungen der Datenschutzgrundverordnung und setzen auch sonst auf hohe Sicherheit – für Unternehmen und Daten.


Open Telekom Cloud und DSI vCloud – die IaaS-Cloud-Services der Telekom –hatte die DEKRA nach umfangreichen und sorgfältigen Prüfungen hohen Datenschutz und hohe Datensicherheit zertifiziert. Damit erfüllten die genannten Services den Ansprüchen der global anerkannten Norm ISO 27017 für Datensicherheit und ISO 27018 für Datenschutz.


Diese Normen stellen sicher, dass Daten mit speziellen Prozessen und Werkzeugen gegen Missbrauch bestens geschützt sind. Damit stellen sie nicht nur für international agierende Kunden, sondern auch für KMU in Europa eine wichtige Orientierungshilfe bei der Bewertung von Cloud-Anbietern für Datenschutz und Datensicherheit dar. Kleine und mittelständische Unternehmen, die Bedenken gegenüber Cloud-Lösungen haben, sollten sich also schlaumachen und die genannten Normen konsultieren, um eine bessere Wahl zu treffen.


Cloud-Dienste und -Lösungen: Unbegrenzte Möglichkeiten für Konzerne und KMU

Nicht nur Konzerne können Cloud-Dienste nutzen. Für den (deutschen) Mittelstand wird es auch immer rentabler, sich Lösungen wie die Open Telekom Cloud zunutze zu machen. Wer seine IT-Abteilung in die Cloud verschiebt, spart Geld und kann zum Beispiel schneller auf Veränderungen am Markt reagieren.


Mit cloudbasierten Software-Lösungen sind kleine und mittelständische Unternehmen dem Traum von einem papierlosen Büro sehr nahe. Auch Außendienstmitarbeiter profitieren davon, da für sie wichtige Informationen in einem Archiv 24/7 zugänglich sind.


Derzeit ermöglichen Cloud-Lösungen eine engere und bessere Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern sowohl alltäglichen miteinander als auch bei komplexen Projekten – alles Dank entsprechender cloudbasierter Software. Unternehmen und ihre Führungskräfte profitieren von kürzeren Kommunikations- und Entscheidungswege.


Gesellschaft, Wirtschaft, Wissen, Forschung – Cloud-Lösungen ermöglichen Innovationen in vielen Bereichen.