Familienunternehmen in der Corona-Krise – der Staat muss Hilfen anpassen

Personen im Video

  • Gunnar Sohn
  • Martin von Hirschhausen

Der Finanzexperte: kleine Unternehmen sind von der Krise besonders betroffen

Wo liegen die Probleme familiengeführter Unternehmen in der Corona-Krise? Martin von Hirschhausen spricht über Kapitalbedarf und Kreditbeschaffung, mangelnde Innovationsbereitschaft und Digitalisierung – und Hürden bei der Regelung der Unternehmensnachfolge. Der Staat muss seine Förderungen entsprechend anpassen.

Kleinunternehmen in der Krise

„Familienunternehmen in der Corona-Krise“ – unter dem Stichwort steht Martin von Hirschhausen Rede und Antwort. Im DIGITAL X Adhoc-Interview gibt der Finanzexperte Auskunft über die Lage vieler Familienunternehmen. Er rechnet mit einer hohen Insolvenzrate und stellt fest: Die Politik muss nachsteuern. 

Was muss der Staat für Familienunternehmen tun?

Zuschüsse statt zurückzuzahlende Kredite heißt eine von Martin von Hirschhausens Forderungen. Eine andere lautet, die Verluste von 2020 und 2021 mit Vorjahres-Gewinnen verrechnen zu können. Bei der Geschwindigkeit der Auszahlungen sieht er hohen Nachholbedarf.

Hilfen bei der Kapitalbeschaffung und Nachfolgersuche

Die Eigenkapitallage vieler familiengeführter Unternehmen beschreibt der Finanzexperte als kritisch, die Kapitalbeschaffung in Deutschland als schwierig. Verschlimmert wird die Situation durch die häufig nicht geklärte Nachfolge-Frage. Da viele Unternehmer vom Tagesgeschäft blockiert werden, benötigen sie Expertenhilfe, die der Staat fördern muss.

Experten für Digitalisierung und Innovation

Gerade bei älteren Inhabern sieht von Hirschhausen Schwierigkeiten bei der Innovation. Er fordert unter anderem digitale Beiräte und zeigt positive Lösungsbeispiele auf. Sein Resümee lautet, die Lage sei zwar extrem kritisch, aber er sehe sich nicht als einen jener Katastrophen-Propheten an, die den Euro-Crash ankündigen und raten: „Kauft Gold“. Kurzum: Er beschreibt Chancen statt nur Risiken.

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