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Petko lässt Kompressoren sprechen

Die Petko GmbH verknüpft ihre Kompressoren mit dem Internet der Dinge. So können Druckluftmaschinen selbst vor möglichen Störungen warnen, teure Produktionsausfälle werden dadurch vermieden.
24.08.2020
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Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) prägt die Wirtschaft zunehmend. Vernetzung ist das Wort der Stunde, die Vernetzung von Maschinen und dem Internet. Nicht nur zu Hause spielt das IoT eine immer größere Rolle, vor allem in der Industrie gewinnt es an Bedeutung. Laut einer Studie des Capgemini Research Institute sollen intelligente Fabriken der Weltwirtschaft bis zum Jahr 2023 einen Wert von 1,5 Billionen Dollar zusätzlich einbringen. Und: Während 2017 nur 43 Prozent der Unternehmen über Smart-Factory-Systeme verfügten, waren es 2019 schon 68 Prozent. Welchen Vorteil diese Technologie bietet, zeigt sich am Beispiel des Maschinenbauers Petko aus Sachsen-Anhalt. Der kann mithilfe des IoT Produktionsausfällen vorbeugen.

Etwa bei den komplexen Kompressoren. Wer in einer Autowerkstatt arbeitet, kommt um diese nicht herum. Techniker prüfen mit Druckluftmaschinen den Reifendruck, lackieren mit Airbrushs Auto-Oberflächen, glätten Schweißnähte an Türen und reinigen die Felgen. Fällt ein Druckluftkompressor aufgrund einer Störung aus, kann das für die Werkstatt schnell teuer werden – Kunden springen ab, Aufträge gehen verloren.

Daten in den hochsicheren Rechenzentren

Damit es gar nicht erst zu einem Ausfall kommt, hat die Petko GmbH ihre Kompressoren mit dem IoT vernetzt. Die Maschinen funken Daten über eine sogenannte Smartbox, die bestimmte Parameter wie Temperatur oder Drehzahl der Maschinen aufzeichnet, sicher und verschlüsselt per Mobilfunk in die Cloud of Things – eine branchenunabhängige IoT-Plattform der Telekom. Die Daten werden nach deutschem Datenschutz in den hochsicheren Rechenzentren der Telekom in Deutschland gespeichert. Zudem werden die Daten ausgewertet und für den Kunden zu Analysezwecken visuell aufbereitet.

Innovation

Weltweit erster IoT-Orchestrator gestartet

Bis ein Unternehmen die Vorteile des Internets der Dinge nutzen konnte, waren seit jeher einige Anstrengungen nötig. Die Deutsche Telekom will diesen Prozess mit einem IoT-Hub immens vereinfachen. Die Plattform würde damit die dringendste Forderung der IoT-Welt bedienen.

Über ein Webportal können Kunden alle vernetzten Maschinen und deren Zustand in Echtzeit überprüfen sowie Wartungsintervalle individuell planen. Die Lösung erinnert zudem an anstehende Wartungstermine. Übersteigen etwa Druck oder Stromaufnahme der Maschine einen fest definierten Wert, wird dies im Webportal rot dargestellt. Der Datenlogger an der Maschine informiert Petko und den jeweiligen Kunden umgehend per Mail oder SMS über die aufgetretene Anomalie. Techniker müssen somit nicht erst an den Standort der Maschine fahren, um den Fehler zu suchen.

Mit der neuen Lösung geht alles ganz schnell: Ein Blick auf das Dashboard genügt und Servicetechniker erkennen, wo die Störung auftritt, und können diese viel schneller beheben, bevor die Anlage an Leistung einbüßt. Kunden sparen so zum einen Geld, weil die Maschine schnell wieder arbeitet, zum anderen fallen Ausfallzeiten bei der Auftragsverarbeitung weg. Zudem können Kunden mit den vorliegenden Daten beurteilen, wie effizient die Anlagen laufen, was etwa die Entscheidung vereinfachen kann, ob man in neue Anlagen investiert oder nicht. Künftig wird Petko auch andere Maschinen wie Vakuumpumpen oder Trockner mit der Cloud of Things verknüpfen.